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Wirbelsinterverfahren

Das Wirbelsinterverfahren (auch einfach Wirbelsinterung genannt) ist ein spezielles Pulverbeschichtungsverfahren. Mit Hilfe des Wirbelsinterverfahrens können Metallteile mit Kunststoffbeschichtungen versehen werden.

Abhängig von der Beschaffenheit der Metallprodukte und den Anforderungen an die Beschichtung, erhalten die Teile eine entsprechende Oberflächenbehandlung und einen Haftgrund. Zu Beginn des Wirbelsinterverfahrens steht die Aufheizung des jeweiligen Materials auf die benötigte Temperatur. In der Regel werden Temperaturen zwischen 250 Grad Celsius und 400 Grad Celsius angestrebt. Die veranschlagte Temperatur und Aufheizzeit richtet sich dabei nach der Größe und der Form des zu beschichtenden Bauteils.

Hat sich das Werkstück aufgeheizt, wird es in ein sogenanntes Wirbelsinterbecken eingetaucht. Das Wirbelsinterbecken muss vorher mit Polyamidpulver oder Polyäthylenpulver gefüllt werden. So können Polyamid-Beschichtungen und Polyäthylen-Beschichtungen erzeugt werden. Im Wirbelsinterbecken werden die Pulverteilchen in der Schwebe gehalten. Wird das Metallteil nun in das Wirbelsinterbecken getaucht, lagern sich die Teilchen wie eine Flüssigkeit auf der Oberfläche ab. Durch die bestehenden Temperaturen verschmelzen die Pulver zu einer gleichmäßigen Oberflächenbeschichtung. Diese Kunststoffbeschichtung ist sehr Fein und verfügt über eine Schichtdicke von 250 bis 300 Mikrometern. Für solch dünne Beschichtungen reicht es die Metallteile ungefähr 4 bis 5 Sekunden in das Wirbelsinterbecken einzutauchen. Um Oberflächenbeschichtungen mit einer höheren Schichtdicke zu erzeugen, müssen die Werkstücke lediglich länger in dem Wirbelsinterbecken verbleiben.

Die Abkühlung der frisch beschichteten Metallteile hat einen maßgeblichen Einfluss auf das spätere Erscheinungsbild der Oberfläche der Kunststoffbeschichtung. Eine seidenmatte Oberfläche der Beschichtung wird durch das Abkühlen an der Luft erreicht. Soll die Kunststoffbeschichtung hingegen ein hochglänzendes Finish erhalten, verwendet man eine Wasserkühlung.

Bei Fragen stehen die Mitarbeiter der FRIESSEN GmbH gerne für eine individuelle Beratung zur Verfügung. Dabei können alle möglichen Fragen thematisiert werden, etwa zu Lohnarbeit, Vorarbeiten, Produkteigenschaften, Lieferstruktur oder der Materialschutzoptimierung.